Spezialradergometer ... von Prof. G. Neumann / IAT Leipzig

 

Spezialradergometer

Neben den herkömmlichen Fahrradergometern gibt es inzwischen eine sportartspezifische technische Weiterentwicklung in der Ergometrie, die perfekt die Besonderheiten des Radfahrens beachtet und eine präzise Leistungsvorgabe und -kontrolle ermöglicht. 

 

Das portable und netzstromunabhängige Gerät CYCLUS 2 (Recordtrainer) der Fa. RBM / Leipzig, bestehend aus einem Hochleistungsbremsaggregat (bis 3000 Watt) und einer Computersteuerung, erlaubt, dass das eigene Rennrad (auch Triathlonrad oder MountainBike) in das System eingesetzt wird und sich der Sportler somit in seiner Sitzposition und Trettechnik nicht umstellen muss. 

 

Eigene Vergleichsuntersuchungen zwischen dem LODE-Hochleistungsergometer (1000 Watt) und dem Recordtrainer CYCLUS 2 ergaben übereinstimmende Resultate in den biologischen Messgrößen (Herzfrequenz, Laktat, Sauerstoffaufnahme).Sämtliche Aussagen zum Leistungsstand der Sportler werden durch die individuelle Position allerdings optimiert.

Neue Maßstäbe für Ergometer

Das neuartige Gerätesystem ermöglicht u.a. die Bestimmung der maximalen Tretfrequenz (innerhalb 6 s) und der Maximalkraft (Leistung) bei einer vorher definierten Tretfrequenz. Durch die Auswahl verschiedener Belastungsgrößen (Steigung, Leistung, Pedalkraft, Luftwiderstand) kann ein komplettes Radstreckenprofil mit Steigungen und Abfahrten simuliert werden. Einzigartig ist, dass die Belastung sinusförmig und stufenlos gesteigert und reduziert werden kann. 

 

Bereits bei sehr niedrigen Tretfrequenzen (20 -30) kann das CYCLUS 2 extreme Leistungen von über 2000 Watt erreichen, was ein gezieltes Antritt- und Sprinttraining ermöglicht. Unter witterungsunabhängigen Bedingungen können somit Ausdauer-, Kraft- und Schnelligkeits- training vorprogrammiert und durchgeführt werden. Über die integrierte Computersteuerung sind Zeit, Weg, Arbeit, Leistung, Steigung, Tretfrequenz, Geschwindigkeit, mittlere Pedalkraft, Herzfrequenz, Arbeit pro Herzschlag u.a. als Einzel-, Maximal- und Mittelwerte darstellbar. Die integrierte Schnittstelle zum PC-Drucker erlaubt den direkten Ausdruck aller Werte in tabellarischer und grafischer Form.

 

Vergleich Stufen-Test / Sinus-Test

Zielstellung für die Belastungs-Programme und Tests im Sinusmodus (nach Richter) war es, die Prozesse der Energiefreisetzung und Reproduktion durch einen rhythmischen Reizwechsel von Be- und Entlastung stärker zu dynamisieren und damit die Spitzenwerte und das Intensitätsniveau gezielt zu erhöhen.

Der Vergleich zeigt eine Intensitätssteigerung von 325 Watt (Stufen-Test) auf 450 Watt (Sinus-Test). Der anaerobe ÜG-Bereich verlagerte sich von ca. 250 Watt auf 400 Watt und die maximale Arbeit pro Herzschlag erhöhte sich von 102 J/P auf 138 J/P.

 

Auswirkung der Periodendauer beim Sinus-Test und -Training

Veränderungen bei Verkürzung der Periodendauer des Sinus-Tests von 5 min auf 1 min bei einem Triathleten konnten dokumentiert werden. Der Bestwert der Leistung wird von 450 Watt auf 650 Watt gesteigert und die Arbeit pro Herzschlag erhöht sich von 157 J/P auf 228 J/P.

 

Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, über die Erhöhung der Frequenz des Belastungsrhythmus beim Sinus-Training höhere Intensitätsbereiche vorzubereiten, wie sie im Radsport unter Wettkampfbedingungen z.B. bei "Ausreißversuchen" oder "Lücken-Aufschließen" u.a. gefordert werden.

 

Schnellkraft-Niveau und optimale Tretfrequenz beim 200m-Sprint

Eine weitere Besonderheit des CYCLUS 2 ist seine "Sprint-Tauglichkeit" für das Schnellkrafttraining und den Test bis 3000 Watt. Hierbei spielt die Verwendung der eigenen Rennmaschine und die renntypische Elastizität des Ergometers für die sportartspezifische, biomechanische Feinstruktur der Kraftentfaltung beim Beschleunigen und für den sog. "runden Tritt" eine eine herausragende, leistungsstruktur bestimmende Rolle.

 

Zurück Home Kontakt